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Erfolgreiche Oberenztäler beim Ganghoferlauf vom 02. - 03.03.2024

Waidelich Power in Seefeld am Start


Wer Leutasch sagt, muss auch Ganghofer sagen. Das ist das Motto des größten, ältesten und beliebtesten Volkslauf Österreichs, dem Ganghoferlauf. Dieser erinnert an die Wahlheimat der gleichnamige bayrische Literaturlegende. Wobei man dieses Jahr eher sagen müsste: „No snow, no party“. Mit über fünf Jahrzenten Erfahrung und 56 eindrucksvollen Austragungen wollte der Veranstalter, nach der letztjährigen schneebedingten Absage, die unzähligen Hobby- und Profisportler nicht ein weiteres Mal enttäuschen. Durch die Verlegung in das benachbarte und 44m höhergelegene Seefeld, konnte der Veranstalter eine sehr gute Lösung finden und nebenbei dem Langlaufwettkampf eine Prise Olympia einhauchen.


v.l.n.r. Moritz Waidelich, Melissa Waidelich, Benjamin Waidelich, Silva Waidelich, Alexander Elsenhans

Schnell sein war trotzdem angesagt, um einen begehrten Startplatz zu ergattern, denn das Teilnehmerfeld war auf 500 pro Tag limitiert.

Aufgrund der herausragenden Loipenqualität des Weltcups Nordic Combined Triple der Kombinierer waren auf einer ca. 6 km großen Runde spannende Wettkämpfe garantiert. Dadurch musste sich jede Person im Klaren sein, dass auf anspruchsvollen Loipen, auf denen bereits Weltmeister 2019 um den Titel gekämpft haben, gestartet wird.

So hat sich auch eine Fraktion aus dem Oberen Enztal in die Olympiaregion aufgemacht. Den Anfang machten die Wettbewerbe über 18km und 36km in der klassischen Technik. Dabei stellte sich einmal mehr die Frage, Doppelstock schieben oder mit einem gewachsten Ski starten. 6 Runden mit jeweils 85 Höhenmeter und ein sehr tiefes Geläuf war ein nicht zu unterschätzender Faktor auf dem 36iger. Für den erfahrenen Marathonläufer Alexander Elsenhans war die Entscheidung für die Schubtechnik schon Tage zuvor gefällt und erwies sich mit seinem 18 Platz in 2:02 Stunden als goldrichtig. Moritz Waidelich hingegen hat sich mit seiner Entscheidung bis in die Morgenstunden Zeit gelassen. Er konnte in der Doppelstocktechnik zwei Runden lang in der Spitzengruppe den starken Halbprofis auf gewachsten Ski Paroli bieten. Nach dem Höllentempo der ersten Runden war er aber „blitzeblau“. Im weiteren Rennverlauf musste er abreißen lassen und lief ein einsames Rennen im Niemandsland hinter den 4 Spitzenläufern aus Schweden, Italienern und den Profis aus Deutschland. Moritz hat dabei die goldene Mitte getroffen und konnte seinen 5. Platz noch vor 2 Tschechen in 1:45 Stunden über die 36 km Distanz problemlos ins Ziel laufen. „Was haben die bitte heute Morgen gegessen?“, sein Kommentar nach dem Rennverlauf, der so gar nicht nach seinem Geschmack war. Seine Geschwister Benjamin und Melissa Waidelich haben ihre Quälereien verkürzt und sind über 18km gestartet. Obwohl Benjamin vom Start weg sein eigenes Tempo in Sichtweite zu seinen Vorderläufern lief, konnte er die Geschwindigkeit im weiteren Rennverlauf nicht durchhalten. Nach längerer Krankheit und einem unbestimmten Herzstechen hat es ihm auf den letzten 1,5 km den „Stecker“ gezogen. Ins Ziel rettete er den achtbaren 7. Platz in 50:50 Minuten. Die in Innsbruck studierende Schwester kann mittlerweile die Strecken in Seefeld und Leutasch als ihre Trainingsheimat bezeichnen und setzte ihren „Heimatvorteil“ mit einem hervorragenden 8 Platz in 1:13 Stunden voll ein.

Melissas Cousine Silva Waidelich arbeitet neben dem Studium in ihrer Wahlheimat Innsbruck auch als Skilanglauflehrerin in Seefeld. Mit den bestens präparierten Skatingski von Onkel Stefan lief es auf der Hausstrecke fast von allein. Bei besseren Bedingungen zum Vortag startete sie über die 18km Skating Distanz. Bei ihrem zweiten Skimarathon überhaupt erreichte sie in 51:50 Minuten einen hervorragenden 12. Platz. Die Diagnose des Renngeschehens erfolgte unmittelbar nach dem Zieleinlauf kurz und kompromisslos: „Ausbaufähig“. Um die schweren Beine vom Vortag loszuwerden, wählten Moritz und Alexander als Therapieansatz eine warme Dusche um die Durchblutung und Regeneration zu fördern. Beiden war anzusehen, dass eine gewisse Frische fehlte. Dank bestens eingeteiltem Rennen und gewohnter Cleverness sprintet Moritz in der freien Technik aus einer fünfköpfigen Verfolgergruppe auf den 4. Platz über die 18 km und rundete in der Zeit von 41:28 Minuten ein grandioses Wochenende ab. Der für die SZ Calmbach startende Alexander Elsenhans hatte sich ein Mammut Programm vorgenommen. Nach 36km Klassik am Samstag startete er über die gleiche Distanz einen Tag später. In seiner ungeliebten Skating Technik konnte er dennoch einen sehr beachtlichen 40. Platz in 1:42 Stunden erreichen. Er verpasste in der Marathon Kombinationswertung (2x 36km) um Haaresbreite das Stockerl.


Text & Bilder: Waidelich Clan 😉

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