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Waidelich Brüder in Topform beim Internationalen Gommmerlauf

Auf der Suche nach Schnee und einem Marathonwettkampf sind die beiden Waidelich Brüder Benjamin und Moritz in der Schweiz fündig geworden. So hat das Schneeradar die beiden Nordschwarzwälder nach Goms navigiert. Der Euro- und Swiss Loppet Lauf konnte durchgeführt werden, obwohl es in der Zentralschweiz noch nie so wenig Schnee gegeben hat. Goms, im Tal der Rhone liegend und von mächtigen Dreitausendern umrahmt, war Schauplatz des 51. Gommerlauf. Nicht die urigen, sonnengebräunten Gommer Dörfer waren die Motivation der Waidelich Brüder, im Oberwalliser Hochtal an den Start zu gehen, sondern sich dem starken und starbesetzen Feld zu messen. Klangvolle Namen wie DSV-Athlet Thomas Bing, der ehemaliger Skilanglauf Weltcupgewinner Toni Livers oder aber der Nordische Kombinierer Fabien Riesle haben es sich nicht nehmen lassen, dem Ruf des zweitgrößten Schweizer Volkslaufes zu folgen. Die Temperaturen von bis zu +20°C tags zuvor haben nichts an der super Stimmung geändert.

Die Helden von Goms: Benjamin und Moritz Waidelich

Mit schnellen Brettern unter den Füßen haben Benjamin und Moritz einen perfekten Start über 20km klassisch hingelegt. Beide konnten sich in der Spitzengruppe etablieren und im weiteren Renngeschehen in dieser verstecken. Jedoch kam mit Einsetzen der Sonne eine neuer X-Faktor hinzu. Das bedeutet, man musste die schnellste und kraftsparendste Spur finden. Moritz hatte dies bestens erkannt und war bei jeder Tempoverschärfung hellwach. Er konnte so bis zum Ende um einen Spitzenplatz mitkämpfen. Der herausragende 4. Platz bestätigte seine Bestform. Jedoch haderte er im Ziel: „Bis zum letzten Berg bin ich wieder an die Führenden herangelaufen, aber als diese das Tempo erhöhten, haben die letzten Kräfte gefehlt“. Die Kräfte haben seinem älteren Bruder schon früher gefehlt. Er konnte sich zwischenzeitlich wieder an die Spitzengruppe herankämpfen, aber bei den folgenden Tempoverschärfungen konnte er nicht mitgehen. Mit seinem 8.Platz und einer Klasse Zeit von 54:34 Minuten über die klassische Halbmarathonstrecke war er mit seinem Wettkampf sehr zufrieden.

Am nächsten Tag rollte der berühmte Glacier Express nicht nur auf den Schienen, sondern auch über die Marathonstrecke von 42,1 Kilometern, die in der Skating Technik gelaufen wurde. Die kalten Nachttemperaturen verwandelten die Loipe in eine „Eispiste“. Schnelle Zeiten waren somit garantiert. „Vom Start weg mit Rückenwind fegte die Läufermeute mit einem Höllentempo das Rhone Tal abwärts aus dem Stadion -noch schneller als der Glacier Express nebenan“, stellte bewundernd ihr Rennbegleiter und Vater fest. Allerdings zog der starke Gegenwind talaufwärts das Feld wie an der Perlenkette auf und man durfte keine Sekunde schlafen, um den Anschluss an den Vordermann nicht zu verlieren. Benjamin zeigte ein beherztes Rennen mit seiner persönlichen Bestleistung in der Skating Technik über die Marathondistanz. Zunächst konnte er in der Spitzengruppe sehr gut mitlaufen. „Leider hatte ich mich im entscheidenden Moment an die Fersen eines Italieners geheftet und verlor den Anschluss an die Spitzengruppe. Am Ende stand ein hervorragender 19. Platz im Internationalen Gommerlauf in Bestbesetzung. Moritz hingegen knüpfte an seine Vortagesleistung an und konnte sich lange Zeit in der Spitzengruppe festbeißen. Durch Tempoverschärfungen der Weltcup erfahrenen Profis sind im weiteren Rennverlauf mehrere Gruppen entstanden. Auf den letzten Kilometern befand sich Moritz mit dem bekannten nordisch Kombinierer Fabian Riesle in einer Gruppe. „Mit Franzosen, Schweizern und Italienern wechselte ich mich in der durch Gegenwind erschwerten Führungsarbeit ab“, so lautete die Devise für Moritz im Geheimen: „Heute oder Nie“. Auf der Zielgeraden packte er all seine Cleverness und Sprintstärke aus und konnte in einem faszinierenden Finish selbst den sprintstarken und weltcuperfahrenen Riesle niederringen. Am Ende bedeutete das Platz 8. in seiner persönlichen Bestzeit von 1:34,08 Stunden über die 42 Kilometer Distanz mit genau 4 zehntel Sekunden Vorsprung auf den Profi Fabian Riesle.


Text und Bild: Stefan Waidelich


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